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Besitzer

Geschlecht Nellenburg/Mörsberg

Adalbert von Mörsberg hatte keine männlichen Nachfahren. Nach seinem Tod hatte Graf Eberhard von Nellenburg, der Sohn seines Bruders, die Vogtei bis zum Jahr 1167 inne gehabt. Nach dessen Tod endet um 1170 diese Linie der Nellenburger.

Die Tochter von Adalbert, Mechthild, heiratete den Grafen Meinhard von Sponheim (geboren um 1085, gestorben um 1135). Der Graf kam somit über das Erbe an Teile der Grafschaft Nellenburg mit der Vogtei über das Kloster Allerheiligen.

Auffallend, dass er im Jahr 1125, dem möglichen Todesjahr von Adalbert von Mörsberg, den Titel „Graf von Mörsberg“ führte. Inwieweit er dadurch auch Verbindungen zur Burg in Pliezhausen hatte, ist nicht bekannt.

Pfalzgrafen von Tübingen

Um das Jahr 1250 werden die Pfalzgrafen von Tübingen als Besitzer der Burg angenommen, die sie zusammen mit dem Schönbuchforst erworben haben.

Die Herren von Wurmlingen

In der folgenden Zeit führten mehrere Besitzer den Namen „von Mörsberg“. Sie entstammen einem edelfreien Uradelsgeschlecht mit Stammsitz in Wurmlingen. Dieses Geschlecht verzweigte sich im 13. Jahrhundert in mehrere Linien, eine davon nannte sich „Mörsberg“, nach der Burg bei Pliezhausen. Zum Geschlecht derer „von Mörsberg“ gehörend werden genannt: „Berthold 1259, Johannes 1307, Berthold 1308, Otto 1348“ .

Die Burgherren aus Wurmlingen werden in den folgenden Jahren in verschiedenen Urkunden und Dokumenten erwähnt. 1349 zogen die von Mörsberg wieder zu ihrem Stammsitz nach Wurmlingen.

Danach verlieren sich die direkten Bezüge zu unserer Burg Mörsberg. Zwar gibt es weiterhin das Geschlecht Mörsberg, sowohl in Wurmlingen als auch im Elsaß und Breisgau, allerdings lassen sich keine unmittelbaren Verbindungen zur Burg Mörsberg in Pliezhausen herstellen.

 

Erst wieder Anfang des 16. Jahrhunderts finden sich Hinweise zu Mörsberg. In dieser Zeit bezog das St. Amandushaus in Urach noch Zinsen aus „Mörspurg“ (Geistliches Lagerbuch Urach Nr. 2203). Somit gab es in dieser Zeit zumindest noch Felder oder Wald, die den Namen der Burg Mörsberg trugen. In der Lehenbeschreibung Pliezhausens der Kellerei Nürtingen von 1758 wird Mörsberg zur Kellerei Nürtingen gehörend zumindest noch als Gut erwähnt: „unterm Mörsberg, am Mittelstätter Auchtert, unterm dem Herrschaft Wald“. Über spätere Besitzer wurde bislang nicht bekannt, das Waldgebiet ist heute im Besitz der Gemeinde.